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Spanien Andalusien – eine Traumreise mit Kindern

Spanien_Andalusien_Beitragsbild

Andalusien- davon hat bestimmt schon jeder mal gehört, doch die meisten, die ich kenne reisen trotzdem Richtung Barcelona, Madrid oder Sevilla. Wir wollten endlich unsere erste kleine Rundreise mit den Kindern (damals 2 und 4 Jahre) starten und haben uns für Andalusien entschieden. Warum Andalusien? Naja, wir wollten nicht weit weg fliegen, wir hatten nicht besonders viel Zeit zum Planen und wir waren bisher noch nie auf dem spanischen Festland. So fiel uns die Entscheidung nicht besonders schwer und die Tickets waren schnell gebucht. Mit einem Koffer, einem Buggy und zwei Kindersitzen ging es los. Falls du dich wunderst, dass wir die Kindersitze dabei hatten… Wir hätten für die zwei Kindersitze genau so viel wie für das Mietauto vor Ort zahlen müssen und da jede Fluggesellschaft Buggy und einen Kindersitz kostenlos transportiert dachten wir uns wir nehmen sie eben mal mit.

In Malaga angekommen, holten wir schnell unser Auto und fuhren Richtung Cadiz in einen Ort namens Conil de la Frontera.Ein schöner Ort und ein tolles Hotel mit einem super Strand, der mich an die Klippen der portugiesischen Algarve sehr erinnerte.

Strand in Conil de la Frontera
Strand in Conil de la Frontera

Den ersten Tag starteten wir gemütlich am Strand des Hotels, doch bereits am Nachmittag entdeckten wir mit unserem Leihauto einen abgelegenen Strand an dem wir alleine baden, spielen und picknicken konnten. Ein tolles Erlebnis für die ganze Familie!

Wunderschöne Bucht in Conil de la Frontera
Wunderschöne Bucht in Conil de la Frontera

Am nächsten Tag fuhren wir nach Cádiz, sicherlich eine wunderschöne Stadt, allerdings war es wohl nicht unser Tag, denn der Himmel hat auf einmal zugezogen, es war sehr windig und der Verkehr war uns zu stürmisch.Wenn wir vom Auto aus etwas gesehen haben, wo wir gern angehalten und ausgestiegen wären, haben wir nirgendwo eine Parkmöglichkeit finden können… wir sind aber schon da gewesen und nun? Zum Glück hatte ich einen sehr schön angelegten botanischen Garten im Internet gefunden und trotz des schlechten Wetters (der kälteste Tag des ganzen Urlaubs) sind wir hingefahren und haben es nicht bereut.Im Parque Genovés war es super, es gab einen kleinen Spielplatz, einen kleinen künstlich angelegten Wasserfall und ein paar Gänse, die die Kinder jagen und beobachten konnten. Ein Park mit vielen Bänken zum Ausspannen und vielen Fotomotivmöglichkeiten. An der Stelle muss ich aber sagen, dass Cádiz sicherlich viel mehr zu bieten hat, aber wie bereits erwähnt war es wohl einfach nicht unser Tag.

Parque Genovés-Cádiz Unternehmung in Cádiz
Parque Genovés-Cádiz

Gleich am nächsten Tag war das schlechte Wetter vergessen und wir machten uns auf den Weg zu einem Naturschutzgebiet Namens La Breña y Marisimas de Barbate. Wir machten eine tolle Wanderung durch einen Pinienwald mit Pinien und Aleppokiefern bis wir zu einer grandiosen Aussicht auf das Meer kamen. An der Klippe gibt es einen Weg, der durch ein Gelände gesichert ist und einige Bänke um die tolle Aussicht zu genießen sowie ein paar Tische um unter den Pinien im Schatten picknicken zu können. Von oben haben wir einen traumhaften weißen Strand gesehen, den wir noch unbedingt sehen wollten! Trotz der eher langen Wanderung sind wir hingefahren und waren begeistert, links und rechts hat man nur Sand und Meer gesehen… und  stellt euch vor wir hatten diesen Traum von Strand ganz für uns allein! Wir spielten Fangen und tanzten bis wir erschöpft aber sehr glücklich ins Hotel gefahren sind.

Ein neuer Tag hat begonnen und dieser wurde nicht weniger aufregend, denn es ging nach Gibraltar! Nach einem kleinen Stau und der Passkotrolle fuhren wir durch die Lande- bzw Startbahn des Flughafens von Gibraltar in das kleine Land hinein. Einfacher und schneller ist es aber wohl in Spanien in La Línea im großen Park Reina Sofía zu parken und von dort aus nach Gibraltar einen Spaziergang zu unternehmen. Es herrscht hier Rechtsverkehr obwohl es ein englisches Gebiet ist 😉 Man merkt sofort wie dicht alles bei einander ist und wie schmal die Straßen und Parkhäuser sind! Nach einem Snack in der Innenstadt ging es zum berühmten Rock of Gibraltar. Mit einer Seilbahn (Cable Car) ging es nach oben und schon beim Aussteigen haben wir die ersten Affen gesichtet. Diese Kerlchen können ganz schön frech sein! Einer ist mir auf den Kopf gesprungen und hat versucht mir die Brille weg zu reißen, was er nicht geschafft hat, weil ich sie nicht loslassen wollte und der Affe wohl die Geduld verloren hat. Eine wunderschöne Aussicht wird dir von da oben geboten! Wir gingen weiter, an unzähligen Affen vorbei bis wir beim Skywalk angekommen sind. Da oben ist der Boden aus Glas und ich bekam weiche Knie, aber der Ausblick lohnt sich! Die Kinder und wir waren hingerissen! Dann ging es weiter zu einer riesigen Kanone und dem Blick auf Marokko, ja richtig bei guter Sicht sieht man von dort aus Marokko! Nach all den Eindrücken ging es auch schon wieder ins Auto und ab zum Hotel.

Heute checkten wir im Hotel aus und fuhren ins Surferparadies Tarifa, ein kleiner Ort der viel zu bieten hat. Unser großes Ziel war aber eine Beobachtung von Walen, ja du hast richtig gelesen! Man kann hier bis zu sieben Delfin – und Walarten sehen. Geträumt getan! Wir kauften unsere Tickets am Hafen bei firmm (Link zur Website) und in Kürze ging es schon auf das Boot. Es war für uns alle sehr spannend und aufregend, vor Allem als wir die Ersten Wale gesichtet haben, Pottwale und gleich hinterher ein paar Blau-Weiße Delfine. Ein Gefühl welches sich nur schwer beschreiben lässt wenn man diese Tiere nicht in einem Zoo Kunststücke aufführen sieht sondern in der freien Natur so wie es immer sein sollte. Die Tiere wurden vom Boot nicht gejagt denn firmm legt sehr großen Wert darauf die Fahrten respektvoll gegenüber den Meeresbewohnern durchzuführen. Ein Erlebnis was wir Vier nie wieder vergessen werden! Nun machten wir uns auf den Weg in unsere AirBnB Wohnung in Benalmádena, wo wir nach dem Abendessen müde ins Bett fielen.

In Benalmádena ging es am nächsten Tag gleich in ein Schmetterlingspark (Link zur Website) in dem über 1.500 exotische Schmetterlinge aus der ganzen Welt zu bewundern gibt, für alle Schmetterlingfans ein Muss, vor Allem für die Kleinen. Die Kinder bekamen jeweils einen Ausdruck mit Abbildungen der Schmetterlinge und einen Stift, so konnten wir jeden Schmetterling, den wir auf dem Blatt entdeckt haben ankreuzen, es war ein riesen Spaß für unsere Kinder. Es hat ihnen so gut gefallen, dass wir nach mehreren Stunden Aufenthalt beide mit einem versprochenen Eis da heraus locken mussten damit die Tränen wieder trocknen konnten. Den Nachmittag genossen wir am Strand von Benalmádena.

Am nächsten Tag wollten die Kinder gern irgendwo klettern da fiel mir ein, dass ich im Internet was von einem Wanderweg voller Felsen gelesen hatte. Es dauerte nicht lange bis ich rausgefunden hatte wo wir hinfahren sollten und wir saßen alle Vier gespannt im Auto. Im El Torcal de Antequera angekommen mussten wir alle erstmal über die gigantischen Felsformationen staunen. Wie übereinander gestapelte Türme schauen die riesigen Kalksteine des Naturschutzgebietes aus. Beim Wandern fühlt man sich hier wie in einer anderen Welt, ein Kunstwerk der Natur! Es gibt 3 Wanderwege, wir wählten mit zwei kleinen Kindern, den kürzesten 1,5 km langen, kreisförmig angelegten Weg. Es war die richtige Entscheidung, denn er war nicht zu lang und super zu meistern mit den Kindern. Der Boden ist zwar sehr steinig und uneben, aber genau daran hatten die Kinder ihren Spaß. Den Nachmittag verbrachten wir dann am Strand von Benalmádena.

Der neue Tag begann und uns ist nach dem Einkaufen ein Schild auf dem stand Parque de la Paloma ins Auge gesprungen. Da wollten wir dann unbedingt hin und haben es nicht bereut. Der Park ist sehr grün angelegt und fast an jeder Ecke trifft man auf Hühner, Tauben oder Hasen, sogar ein paar Pfaue konnten wir erblicken, sowie Enten im Wasser. Man darf die Tiere auch scheinbar füttern, denn wir haben sehr viele Leute die Tiere mit Brot, Chips und Popcorn füttern gesehen, ob das so gesund für die Tiere ist? Man sollte sich vielleicht besser vorher erkundigen welches Tier was essen darf, sonst tut man ihnen ja nun wirklich keinen Gefallen. Ähnlich wie in einem Wildpark kann man auch Tiere hinter einer Absperrung beobachten, Esel und Ziegen zum Beispiel. Natürlich gibt es da auch einen schönen Spielplatz bei dem die Kinder sich super im Freien austoben können. Man kann aber auch kleine Elektroautos für die Kinder mieten und die Kleinen damit durch den Park düsen lassen. Dieser Park mit vielen Wiesen, wo man auch super picknicken kann lässt wirklich keinen Wunsch offen aus meiner Sicht. Hier waren wir dann immer wieder während unseres Aufenthalts in Benamádena, denn die Kinder aber auch wir hatten uns in diesen Park verliebt. In Fuengirola haben wir am Strand gemütlich den Resttag verbracht und dann lecker in einem Restaurant Tapas gegessen…mmmhhhhh…

Nun verschlug es uns nach Malaga, der Strand mit der schönen Aufschrift Malagueta war zum Glück nicht so voll wie erwartet, so konnten wir Burgen im Sand bauen und schön schwimmen gehen. Natürlich mussten wir für ein Foto auf die Aufschrift drauf klettern 😉 Nach dem Mittagessen haben sich die Kinder gewünscht zum Riesenrad zu fahren, das wir schon auf der Hinfahrt zum Strand aus dem Auto bewunderten. Aus 70 Metern Höhe die Stadt zu sehen war wirklich ein unglaubliches Erlebnis! Wir hatten die ganze Kabine nur für uns Vier und so konnten die Kinder sich darin frei bewegen und in jede Richtung blicken. Leider wurde das Riesenrad im April 2019 abgebaut, was wie ich finde wirklich schade ist. Den Abend beendeten wir mit einem Spaziergang am Hafen, der auch wirklich schön gemacht ist.

Am nächsten Tag ging es nach Nerja und nach dem Mittagessen gleich zum Strand. Diesen Tag verbrachten ganz ruhig und gelassen bis zum Abend inklusive Abendessen am Playa Burriana.

Nach einem solch entspannten Tag brauchten wir nun wieder etwas Action, so wanderten wir hoch zu einem Leuchtturm hinter unserem Hotel, genossen die Aussicht und fuhren weiter zum Playa Maro. Auf dem Weg entdeckten wir Felsen, aber irgendwas war da anders… Ja und wie! In diesen Felsen befinden sich kleine Höhlen und darin leben sehr zurückgezogen und für sich allein Menschen. Man sieht Tücher vor den Eingängen hängen, aufgestellte Sonnenschirme aber auch Möbel wie eine Couch zum Beispiel außen vor der Höhle. Langsam fuhren wir da dran vorbei und die Fragen der Kinder dazu waren nicht zu stoppen. Trotz dieser interessanter Aussicht ging es nun zum Playa de Maro. Eine schöne Bucht bei der wir mit Ach und Krach weit oben auf dem Berg einen Parkplatz gefunden haben. Die Aussicht von oben ist aber malerisch und gibt ein schönes Fotomotiv ab. Unten angekommen waren wir alle sehr hungrig und haben erstmal ein kleines Picknick gemacht bis wir ein wenig badeten, dort spazierten und die Kinder auf die Steine kletterten. Als ich mit meinem Sohn dabei war ganz links vom Strand auf die Steine zu klettern erblickten wir einen Wasserfall. Diesen 15 Meter hohen Wasserfall kann man sogar vom Meer aus bestaunen indem man sich einen Kajak mietet und daran vorbei fährt. Hier kann man sich ein Kajak reservieren. Ein schöner Tag ging so nun wieder vorbei und müde voller Eindrücke schliefen wir im Hotel ein.

Der nächste Tag ist uns wohl allen am meisten im Gedächtnis geblieben, denn es ging zum Río Chillar zum Wandern. Hier ist es aber eine ganz besodere Art von Wanderung, denn hier wandert man durch den Fluss! Ja richtig, einfach Badeschuhe oder Sportschuhe ( es ist nur Wasser und sie trocknen ja wieder schnell in der Sonne) anziehen, etwas zum Essen und zum Trinken mit in den Rucksack packen und auf geht’s! Es ist wirklich ein Abenteuer da im Fluss zu laufen die Natur zu genießen und sich im kühlen Wasser etwas abzukühlen. Ein Highlight waren natürlich die Wasserfälle, die man immer wieder sieht. Bis heute sagen die Kinder, dass es die tollste und coolste Wanderung war, die wir bisher unternommen haben. Abends ging es noch zum Balkon von Europa, auf den bekanntesten Panorama- Ausblick auf das Mittelmeer. Man hat einen grandiosen Ausblick und überall sieht man die Leute Selfies von sich knipsen. Unterhalb vom Balcón de Europa befindet sich der Strand: Playa de Calahonda. Der Blick auf die kleine Badebucht ist ein beliebtes Postkartenmotiv was sicherlich schon in die ganze Welt verschickt wurde.

Am letzten Tag waren wir noch ein letztes Mal auf Wunsch der Kinder zum Parque de la Paloma gefahren und danach ins Plaza Mayor gleich beim Flughafen. Neben dem Shoppen gibt es dort was ganz Besonderes zu beobachten, denn die Mall befindet sich unweit der Landebahn des Flughafens. Beinahe im Minutentakt lassen sich die riesigen Flugzeuge über einem selbst beobachten. Unsere Kinder kamen aus dem Staunen über die Riesen in der Luft kaum raus.

Nun ging unsere erste kleine Rundreise zu Ende, viel zu schnell für unser Empfinden. Wir haben Andalusien in unsere Herzen geschlossen und werden ganz bestimmt da noch einmal hinreisen, aber bis dahin stehen noch viele andere kleine und große Reisen uns hoffentlich bevor.

Roadtrip Andalusien

Das war unsere zweiwöchige Rundreise, wart ihr schon mal in Andalusien mit Kindern unterwegs? Schreibt mir gerne in die Kommentare.

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